Kündigung weil Beleidigung des Chefs?

Im vorliegenden Verfahren stritten die Parteien unter anderem über die Wirksamkeit einer Kündigung.

Im November 2013 schlossen die Parteien einen Arbeitsvertrag. Die Arbeitnehmerin wurde als „Sachbearbeiterin Vertrieb“ mit einem Bruttogehalt von monatlich 2.406,00 € eingestellt.

Im März 2014 fand eine Schulungsveranstaltung statt, an der auch die genannte Arbeitnehmerin teilnahm. Im Zuge der Fortbildungsveranstaltung machte ihr gegenüber ein Kollege eine beleidigende und sexuelle Bemerkung. Der genaue Inhalt der Bemerkung ist streitig.

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Wie bemisst sich die Höhe des Gehalts bei Arbeitsausfall?

Die Klägerin ist Pädagogin. Zu ihrer Arbeit gehört die Betreuung von Personen, die Weiterbildungsmaßnahmen nach dem Sozialgesetzbuch 2 und 3 absolvieren.

In dem Arbeitsverhältnis mit ihrem Arbeitgeber gilt der Tarifvertrag zur Regelung des Mindestlohns für pädagogisches Personal (vom 15. November 2011). In diesem Tarifvertrag steht, dass die Vergütung pro Stunde bei mindestens 12,60 € brutto liegt.

Nun ist die Klägerin der Ansicht, dass ihr ihr Arbeitgeber in Zeiten, an denen Feiertagen sind, in Zeiten von Krankheit wegen Arbeitsunfähigkeit und auch im Rahmen der Urlaubsabgeltung zu wenig gezahlt hat. Sie fordert deswegen eine Nachzahlung in Höhe von insgesamt 1.028,90 € brutto von ihm. Weiterlesen

Kann der Arbeitgeber den Urlaub kürzen?

Vergleich: Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 19. Mai 2015

Im vorliegenden Rechtsstreit geht es um ein Arbeitsverhältnis, welches seit April 2007 bestand. Die Klägerin ging wegen der Geburt ihres Sohnes ab Mitte Februar 2011 in Elternzeit. Das Arbeitsverhältnis endete am 15. Mai 2012. Bis zu dessen Ende war die Klägerin in Elternzeit.

Am 24. Mai 2012 forderte die Klägerin zunächst aussergerichtlich, dass der Arbeitgeber den Urlaub, den sie während der Elternzeit nicht nehmen konnte, in Geld ausbezahlt (Urlaubsabgeltung).

Der Arbeitgeber weigerte sich jedoch, der Forderung in Geld nachzukommen. Er wies die Forderung zurück. Als Begründung bezog er sich auf eine Vorschrift aus dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (kurz BEEG). Weiterlesen